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Statement zu DSM V: Auswirkung auf die ambulante Versorgung

(13. Juni 2013) Die niedergelassenen Nervenärzte und Psychiater kodieren ihre Diagnosen nicht nach DSM, sondern nach der „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems“ (ICD) in der Version 10. Dennoch erwarten der Berufsverband Deutscher Nervenärzte BVDN und der Berufsverband Deutscher Psychiater BVDP, dass sich das neue DSM-V auch auf die Arbeit in den Praxen auswirkt: „Es gibt augenscheinlich den Trend, Beeinträchtigungen, Belastungen und Krisen immer häufiger mit medizinischen Mitteln lösen zu wollen“, sagt der BVDN-Vorsitzende Dr. Frank Bergmann.

Das verändere die Versorgungsansprüche und lasse die Patientenzahlen im ambulanten Bereich weiter anwachsen – „besonders, wenn sich der Trend im DSM-V, die Schwelle zur psychischen Erkrankung zu senken, auch im neuen ICD-11 findet“, so Bergmann. Der BVDN-Vorsitzende betont, dass sich die steigenden Versorgungsansprüche im ambulanten Bereich nur durch eine enge Zusammenarbeit verschiedener Professionen bewältigen lassen. „Besonders wichtig ist eine engere Vernetzung und Zusammenarbeit mit den Psychotherapeuten“, so Bergmann.

Eine breite gesellschaftliche Diskussion zu den Ursachen von psychischen Problemen und Erkrankungen fordert die BVDP-Vorsitzende Dr. Christa Roth-Sackenheim. „Insbesondere sollten wir über mögliche präventive Strategien nachdenken“, so die Berufsverbands-Vorsitzende. Sie wies in diesem Zusammenhang auf die Initiative „Coach BVDN“ der Berufsverbände hin. Nervenärzte, Neurologen und Psychiater lernen hier, Arbeitnehmer zu coachen und Betriebe bei der Arbeitsplatzgestaltung, dem Führungsstil und der Personalentwicklung zu beraten.

 

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